Die Rolle des Wirtschaftsmediators

Der Mediator ist eine neutrale Person, die den Konfliktparteien die Möglichkeit gibt, zu gemeinsamen Gesprächen und Verhandlungen an einen Tisch zu kommen. Dabei sorgt er für eine möglichst ungestörte Kommunikation, ist den Parteien dabei behilflich, sich ihrer Interessen bewusst zu werden und unterstützt sie dabei, kreative Lösungen zu entwickeln.

Dazu ist es wichtig, dass der Mediator auf die Einhaltung der vereinbarten Regeln achtet und Machtunterschiede zwischen den Parteien ausgleicht.

Der Mediator muss also drei verschiedene Aufgabenfelder beachten:

  • Die Sachebene (Klärung der Streitfrage)
  • Die Beziehungsebene (Kontakt zwischen den Medianten)
  • Die Prozessebene (Procedere der Mediation)

Um eine Mediation erfolgreich durchführen zu können, ist es wichtig, dass ein Vertrauensverhältnis zwischen dem Mediator und den einzelnen Medianten, also den Konfliktparteien besteht.

In der Vermittlung liegt die zentrale Leistung des Mediators, der als Mittler zwischen zwei oder mehreren Parteien hin und her pendelt, und als Übersetzer und Katalysator fungiert.

Das abgebrochene Gespräch wird mit seiner Hilfe wieder aufgenommen, die verzerrten Bilder der streitenden Parteien werden korrigiert, die eigenen Ansprüche an den realen Möglichkeiten gemessen.

Der Mediator ist dabei weder Richter noch Schlichter, sondern ein allparteilicher Mittler, der auf Grundlage seiner Ausbildung und Erfahrungen die Parteien ohne Zwangsmittel durch das Verfahren führt. Mit Sachverstand und geeigneter Methodik unterstützt er sie bei der Definition ihrer Interessen und der gemeinsamen Entwicklung zukunftsorientierter Problemlösungen.